Praktisch wäre es, wenn eine öffentliche Personenfähre zwischen Singapur und Kambodscha bzw. Vietnam – grob gesehen meine nächsten Reiseziele – geben würde. Trotz des kurzen Seewegs über den Golf von Thailand gibt es diese nicht und um auf dem Landweg dorthin zu kommen, muss ich wieder nach Malaysia und nach Thailand zurück. Ohnehin gibt es in Malaysia noch viel zu bestaunen – daher freue ich mich auf meinen zweiten Besuch.

Continue Reading "Malaysia (2. Aufenthalt): Wie der Sultan zu seiner Kohle kommt – und andere Geschichten"

Nach den äußerst spannenden Erlebnissen in den weniger entwickelten Ländern wie Bangladesch und Myanmar, den hingegen vergleichsweise eher mäßig interessanten Momenten im entwickelten Thailand habe ich lange überlegt, ob ich wirklich nach Singapur fahren möchte. Durch Shoppingmalls schlendern, wo die Schilder von Chanel, Gucci und Co. leuchten?

Continue Reading "Singapur: Wie erwartet – und doch völlig anders"

Die Fährfahrt von Thailand nach Malaysia ist kurz – gerade mal 5 Minuten dauert es, den Sungai Golok‐Fluss zu queren. Wir legen in Malaysia an. Ich durchlaufe die Immigration, die Beamte stempelt meinen Pass. 90 Tage Aufenthalt werden mir genehmigt, erneut ohne Visakosten. Malaysia ist damit noch großzügiger als Thailand mit seinen 30 Tagen.

Continue Reading "Malaysia (1. Aufenthalt): Neuigkeiten aus dem Paradies und dem nicht mehr ganz so dschungligen Dschungel"

Größer kann der Unterschied nicht sein: Ich verlasse Myanmar und aus meiner staubigen Schotterpiste wird direkt auf dem Grenzstreifen zu Thailand eine asphaltierte dreispurige Straße. Wir stoppen am Kontrollhäuschen, unsere Reisepässe werden kurz durchgeschaut. Wir werden gebeten zur „richtigen“ Immigration – etwa fünf Kilometer von hier – weiterzufahren. Auf dem Weg dorthin begegnen wir keinem weiteren Auto. Es ist fast nichts los an diesem Grenzübergang. In der Nachmittagshitze flimmert die frische Fahrbahnmarkierung.

Continue Reading "Thailand – der Kulturschock"

Nach Yangon setze ich meine Reise auf der sogenannten „Coca‐Cola‐Route“ fort. Diese Wortschöpfung stammt von einem Reisenden, den ich vor einigen Tag traf. Sehr treffend beschreibt die „Coca‐Cola‐Route“ eine standardisierte Runde von vier Fixpunkten, der mindestens 95% der Myanmar‐Urlauber folgen (daher „Coca‐Cola“, weil stets alle westlichen Annehmlichkeiten verfügbar sind).

Continue Reading "Unterwegs auf Myanmars „Coca‐Cola‐Route“"

Nach der doch sehr schnellen Reise der letzten Tage durch Nordostindien ist eine längere Pause nötig. Gleich im ersten Ort in Myanmar, Tamu, bleibe ich für einige Tage. Wegen der Abgeschiedenheit vom Rest des Landes ist das Leben in Tamu sehr bescheiden: Fast nur Holzhäuschen, kaum Autos – stattdessen Mopeds, kein Strom an 19 Stunden des Tages und daher auch kein öffentliches Internet.

Continue Reading "Myanmar: Auf der „Road to Mandalay“ – und dann weiter nach Yangon"

Auch wenn Lonely Planet behauptet, dass man in zwei bis drei Wochen einen Gutteil Bangladeschs erkunden kann, bin ich der Meinung, dass diese Zeit eindeutig zu kurz ist. Nach bereits 16 Tagen Bangladesch zu verlassen fiel mir sehr schwer. Mit einigen Freunden, die ich unterwegs kennengelernt habe, hätte ich gerne mehr Zeit verbracht. Wegen meiner datierten Einreise nach Myanmar musste ich jedoch weiterziehen.

Trotz des teilweise katastrophalen Umweltzustands, insb. die Luftverschmutzung in den Städten machte das Atmen schwer, war der Aufenthalt eine Erfrischung. Eine Erfrischung menschlicher Art.

Continue Reading "Abschied von Bangladesch – mein Rückblick"

Schonmal nachgeschaut, wo Ihr bzw. dein T‐Shirt hergestellt wurde? Oder Ihre bzw. deine Schuhe? Steht da vielleicht „Made in Bangladesch“. Neben China versorgt Bangladesch die Welt mit Textilien. In und um Dhaka reihen sich Fabriken an Fabriken. Mich reizt es, in diese Schmieden einen Blick zu werfen. Stimmt das Bild von menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen? Gibt es Kinderarbeit? Ich klopfe an verschiedene Fabriktüren an und bin überrascht. In fast alle Fabriken, an deren Tore ich klopfe, werde ich reingelassen. Auch abseits des Textilbusinesses gibt es in Bangladesch viel Industrie zu entdecken. Nachfolgend mein Rundgang.

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Sieben Wochen Indien liegen hinter mir. Zwar komme ich nach meinem Bangladesch‐Aufenthalt nochmal für vsl. vier Tage in das abgelegene Nordost‐Indien. Jedoch möchte ich bereits an dieser Stelle meinen Eindruck zu Mainland‐India vermitteln.
Mit verschiedenen Vorstellungen bin ich in Indien eingereist. Ich habe viele Überraschungen erlebt und Facetten kennengelernt, die ich mir so nicht vorgestellt hatte. Einige Entdeckungen führen aber auch dazu, dass ich Indien mit gemischten Gefühlen verlasse.

Continue Reading "Rückblick: mein Eindruck von Indien"

Auch wenn ich auf dieser Reise nicht nach Sri Lanka komme – es reizt mich, die Insel zumindest von der Ferne aus zu sehen bzw. zu erahnen. Als Aussichtspunkt wähle ich Pamban Island, ein etwa 35 Kilometer langes und sehr schmales Eiland, das vom westlich gelegenen Festland über eine 2,3 Kilometer lange Eisenbahnbrücke sowie eine Straßenbrücke erreicht werden kann. Östlich der Insel erstreckt sich die etwa 30 Kilometer lange „Adam’s Bridge“ bis nach Sri Lanka.

Continue Reading "Von der Südspitze Indiens entlang der Ostküste bis nach Kolkata"

Als ich in Mumbai ankomme ist es schon relativ spät, ungefähr 22.30 Uhr. Während bei uns in Deutschland um diese Uhrzeit selbst in Großstädten meist die Randsteige hochgeklappt werden, herrscht hier ein buntes Treiben: Menschen, Menschen und noch mehr Menschen. Um zu meinem Gastgeber zu kommen, muss ich noch ein paar Stationen mit der S‐Bahn fahren. Als ich die einfahrenden S‐Bahnen sehe, traue ich meinen Augen nicht:

Continue Reading "Entlang Indiens Westküste: von Mumbai an die Südspitze"